Für diesen Jahresbrief haben wir ein besonderes Motiv gewählt: ein farbenfrohes Bild aus einer Ausstellung, die zur Zeit in den Räumen der Alzheimer Gesellschaft Hamburg e.V. gezeigt wird.
Die Alzheimer Gesellschaft ist im Herbst 2007 in schöne, helle Räume in die Wandsbeker Allee 68 umgezogen, direkt gegenüber auf die andere Straßenseite. Nun gibt es mehr Platz für die vielfältigen Aktivitäten, zusätzliche Büros für ehrenamtliche und hauptamtliche MitarbeiterInnen, und es gibt neue Möglichkeiten, Ideen und Wünsche zu realisieren. Bei der Verwirklichung einer Idee haben wir mit Stiftungsmitteln geholfen: wir haben die Kosten für Rahmen und Aufhängung von 26 Bildern für eine besondere Ausstellung übernommen, so dass zur offiziellen Einweihung der Räume am 30. November 2007 auch gleichzeitig diese Ausstellung eröffnet werden konnte.
Es werden Bilder von Heinz Bartel gezeigt, der Mitglied einer begleiteten Selbsthilfegruppe für Menschen mit beginnender Demenz bei der Alzheimer Gesellschaft Hamburg e.V. ist. Diese Gruppe, acht Männer und Frauen, kommt regelmäßig zum Austausch zusammen. Und hier entstand auch die Idee, mit der Ausstellung der Bilder zu zeigen, welche Potentiale das Leben mit der Alzheimer Krankheit noch haben kann und welche Ausdrucksmöglichkeiten auch noch neu entstehen können. So hat Heinz Bartel das Malen für sich erst im Verlauf der Erkrankung entdeckt. Malen ist für ihn inzwischen ein großes Bedürfnis, jeden Tag hält er – in einer Art Tagebuch – alles in Farben und Buchstaben fest, was er erlebt hat und was in ihm vorgeht. Inzwischen hat er die anderen Gruppenmitglieder mit seiner Mal-Leidenschaft angesteckt, sie greifen selbst mit Freude zu Stift, Pinsel und Farbe und machen die Räume der Alzheimer Gesellschaft einmal im Monat zu einem Atelier.
Die Arbeit der Alzheimer Gesellschaft Hamburg e.V. ist wichtiger denn je, und die Aufgaben werden immer vielfältiger. 23.000 Menschen in Hamburg sind an Demenz erkrankt - die Zahlen werden aufgrund des demografischen Wandels sogar weiter steigen. Und eine Heilung ist auch mehr als 100 Jahre nach Entdeckung der Krankheit durch Alois Alzheimer noch immer nicht möglich. Aber es ist möglich, den Erkrankten und den Angehörigen im Alltag zu helfen, sie zu unterstützen und zu entlasten, Informationen und Anregungen zu geben und den Austausch mit anderen in gleicher Lage zu fördern.
Eine Arbeit, die unser aller Anerkennung und Unterstützung verdient – bitte helfen Sie mit! Helfen Sie uns mit Spenden, Zustiftungen und Vermächtnissen und werben Sie für unsere Stiftung.
Den vollständigen Jahresbrief bieten wir hier zum Herunterladen und Ausdrucken an: